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Composing Truth
2019, Durata: 24’17“
Auftragswerk des Creative Clusters Wien zur Vienna Art Week 2019 im Rahmen des Projekts „Stadtlabore“

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it is still a blueprint of my life
composing truth in a 3 dimensional world
within good acoustics, within acousmatics, within acousmonautics
to set for transreality

Der Auftrag vom Creative Cluster gibt für die Aufführung im Rahmen der Vienna Art Week 2019 unter dem Motto Making Truth den Titel für diese Komposition vor. Zudem entstehen unter dem Zeitzeugenprojekt der Stadtlabore Wien Interviewaufnahmen mit zwei „echten“ Floridsdorfern (m/w), die von ihrem Leben im 21. Wiener Gemeindebezirk sprechen. Ihre Erzählungen werden immer wieder dokumentarisch eingeblendet. Sie behandeln Alltägliches bis Tragisches und offenbaren Höhepunkte und Beobachtungen ihres Umfeldes. Gleichzeitig werden diese Wahrheiten in Frage gestellt oder in andere Kontexte gesetzt. Dies soll alternative Realitätsebenen hörbar machen und über die Zeit hinweg Vergangenes mit dem im Hier und Jetzt Erinnerten und einer zukünftigen, im Grunde sogar utopischen Welt verbinden. So ist innerhalb dieser „komponierten Wahrheit“ Floridsdorf im Jahr 2019 sogar Sitz des Weltparlaments, in der dekonstruierte Marschmusik in Wochenschauästhetik durch dieses rund 25-minütige Hörspiel zwischen Alltagsgeschichten, Radiophonie und akusmatischer Mockumentary braust und in Ansätzen manchmal an den großen Rock’n’Roll-Swindle und an eine Deepfakegesellschaft erinnert resp. gemahnt.
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Uraufführung im Akusmonautikum, Traktorfabrik Floridsdorf, 20.11.2019 (2x gespielt)
Zeitzeugenaufnahme: Michael Neumann, 30.09.2019
Blasmusik-Samples: Polizeimusik Leoben unter Mitwirkung von Christian Tschinkel (trp.), Aufnahme von 1997

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2013, Durata: 10’11“

MeanTime
2007, Durata: 00’48“
CD-Opening und Song-Intro zu Time des steirischen Metal-Projekts „MeaNBone“

walkON
Aufbruchsmarsch für Theremin und zugespielte Landschaft
2006, Durata: 08’16“

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Musik zur Ausstellungseröffnung Umbruch/Aufbruch am 08.09.2006, Museum Eisenerz

Theremin: Martin „Martinland“ Schemitsch

Seit 2009 ist walkON auf dem CD-Sampler „sonntags abstrakt 07–08“ des Vereins KIM zur Förderung von Popkultur und seit 2015 auf der Solo-CD „Thereminland“ von Martin Schemitsch zu hören.

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Das akustische Abbild des Marschierens bildet die rhythmische Grundlage des Stücks. Mitunter kann es anstrengend werden voranzuschreiten und die gesamte Weglänge zu bewältigen. Unterschiedlichste Begegnungen überraschen und motivieren weiterzugehen. An einem Brunnen kommt es zum erfrischenden Innehalten um neue Kräfte zu sammeln. Dann geht der Marsch weiter. Ein tänzelndes Solieren des Theremins suggeriert leichtfüßige Passagen, während bestimmte Wiederholungen die Sinne schärfen. Nicht den Mut verlieren! Ein Ziel ist in Sicht- und Hörweite. Gegen Ende steigern sich Puls und Euphorie und man kann guten Gewissens zurückblicken.

Das Theremin, als äußerst lyrisches Soloinstrument, stellt sich hier der Herausforderung, es mit einem raschen Schritttempo aufzunehmen. Die klare Ansage lautet: Unkonventionelle Wege müssen beschritten werden – selbst wenn sie ein schwebendes Marschieren verlangen. Es gibt keine Widersprüche … walkON!